Milchgebiss bei Tieren

Zähne entstanden vor etwa 450 Millionen Jahren. Damals entwickelten sich die ersten Tiere, die eine Wirbelsäule haben. Bei manchen Tieren waren die Zähne über den ganzen Körper verteilt. Klingt gruselig, war damals aber bestimmt praktisch. Erst später wanderten die Zähne in den Kiefer.

Die Entwicklung der Zähne verlief bei Fischen, Reptilien, Vögeln und Säugetieren sehr unterschiedlich. Bei den Vögeln verschwanden die Zähne im Laufe der Zeit. Das lag am Essen. Vögel kauen ihre Nahrung nicht und es ist sehr wichtig für sie, so leicht wie möglich zu sein, um fliegen zu können. 

Ursprünglich wuchsen die Zähne, so wie unsere Haare oder Fingernägel, ständig nach. Dies ist bei Krokodilen immer noch der Fall. Ein Zahn kann bei ihnen bis zu 50-mal nachwachsen! Wahnsinn! In ihrem Leben verbrauchen sie also rund 2.000-3.000 Zähne. Unglaublich, da hat die Zahnfee wirklich was zu tun!

Bei den meisten Säugetieren gibt es inzwischen nur noch einen Zahnwechsel im Laufe ihres Lebens - genauso wie bei uns Menschen. Das Milchgebiss besteht aus weniger Zähnen, da der Kiefer noch nicht ausgewachsen ist. Nach den ersten Jahren werden die Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt.

Von Milchzähnen spricht man übrigens nur bei Säugetieren, bei denen die Jungen (oder Babys) die Muttermilch saugen. Das ist zum Beispiel bei Hunden, Katzen und Fledermäusen der Fall. Anders ist es bei den Delfine, die ebenso wie wir Menschen zu den Säugetieren gehören. Sie behalten ihre Milchzähne das ganze Leben. 

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